In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Zahl der Kehlkopfkrebserkrankungen in westlichen Ländern stark gestiegen. Besonders häufig tritt dabei der sogenannte oropharyngeale Krebs auf, der die Mandeln und den hinteren Rachenbereich betrifft. Auffällig ist, dass Oralsex mittlerweile als wichtigster Risikofaktor gilt. Hauptursache ist das humane Papillomavirus (HPV), das auch für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich ist. In Ländern wie den USA und Großbritannien ist diese Krebsform inzwischen häufiger als Gebärmutterhalskrebs.
HPV wird sexuell übertragen, und das Risiko steigt mit der Anzahl der Sexualpartner, insbesondere bei Oralsex. Dennoch entwickelt nur ein kleiner Teil der Infizierten Krebs, da das Immunsystem das Virus meist bekämpfen kann.
Die HPV-Impfung, ursprünglich für Mädchen entwickelt, scheint auch vor Infektionen im Mundbereich zu schützen. Deshalb empfehlen immer mehr Länder die Impfung auch für Jungen. Entscheidend bleibt jedoch eine hohe Impfquote, die nicht überall erreicht wird.
Zusätzlich erschweren Impfskepsis und die Folgen der Corona-Pandemie eine breite Prävention.














