Das Europäische Parlament hat für ein Verbot von Konversionstherapien in der gesamten Europäischen Union gestimmt und damit einen wichtigen Schritt für die Rechte von LGBTQ+-Personen in Europa gesetzt.
Die Abstimmung folgt auf eine Europäische Bürgerinitiative, die im Januar 2024 von ACT LGBT gestartet wurde. Diese Initiative sammelte mehr als 1,2 Millionen Unterschriften von Bürgern, die ein Verbot dieser Praktiken fordern.
Das Ergebnis der Abstimmung gilt als starkes politisches Signal an die Europäische Kommission, die einzige EU-Institution, die verbindliche Gesetzesvorschläge einbringen kann. Mit dieser Entscheidung fordert das Parlament konkrete Maßnahmen.
Sollte der Vorschlag weiter ausgearbeitet werden, würde er zu einem Verbot aller Formen der Konversionstherapie führen, sowohl für Minderjährige als auch für Erwachsene in der gesamten EU.
Konversionstherapie bezeichnet Praktiken, die darauf abzielen, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität einer Person zu verändern oder zu unterdrücken. Diese werden seit Jahren von medizinischen und menschenrechtlichen Organisationen verurteilt.
Aktivisten sehen die Abstimmung als wichtigen Meilenstein für einen besseren Schutz von LGBTQ+-Personen in Europa und hoffen auf konkrete Gesetzgebung.














