Die schwule Dating-App Grindr schaltet in dieser Woche im Raum Mailand, wo die olympischen Sportler untergebracht sind, vorübergehend ihre Standortfunktion ab. Die Maßnahme ist präventiv und soll LGBTQ+-Athleten vor möglichen Repressalien in ihren Herkunftsländern schützen.
Normalerweise können Benutzer von Grindr andere Profile auf einer virtuellen Karte anhand ihrer Nähe sehen. Diese Funktion ist im Alltag nützlich, wird während der Winterspiele im olympischen Gebiet jedoch bewusst eingeschränkt.
Die Olympischen Spiele sind ein globales Großereignis, bei dem Sportler nicht nur während der Wettkämpfe, sondern auch abseits davon im Fokus der weltweiten Öffentlichkeit stehen. Nach Angaben der Unternehmensleitung von Grindr kann diese Sichtbarkeit ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko darstellen. „Für homosexuelle Sportler – insbesondere für jene, die noch nicht geoutet sind oder aus Ländern stammen, in denen Homosexualität gefährlich oder illegal ist – stellt diese digitale Sichtbarkeit eine erhebliche Bedrohung dar“, heißt es in einer Stellungnahme.
Es ist nicht das erste Mal, dass Grindr diesen Schritt geht. Bereits zu den Olympischen Spielen 2022 und 2024 hatte die App den Standortdienst in der Nähe des Olympischen Dorfs deaktiviert.














