Das Oberste Gericht der Philippinen hat entschieden, dass gleichgeschlechtliche Paare rechtlich gemeinsames Eigentum besitzen können. Das Urteil gilt als wichtiger Fortschritt für LGBTQ-Rechte in dem überwiegend christlichen Land, in dem die gleichgeschlechtliche Ehe verboten ist.
Erstmals stellte das Gericht klar, dass gleichgeschlechtliche Paare unter Artikel 148 des Familiengesetzbuchs fallen, der Eigentumsverhältnisse von Paaren regelt, die nicht heiraten dürfen. Gesetze müssten im Lichte heutiger gesellschaftlicher Realitäten ausgelegt werden, so das Gericht, um legitime Beziehungsformen nicht rechtlich unsichtbar zu machen.
Der Fall betrifft ein Haus in Quezon City, das von Jennifer Josef und Evalyn Ursua gemeinsam erworben wurde. Nach ihrer Trennung verweigerte Ursua den Verkauf und die Anerkennung Josefs als Miteigentümerin. Das Oberste Gericht hob frühere Urteile zugunsten Ursuas auf.
Das Gericht betonte, dass der Gesetzgeber für weitergehende Regelungen verantwortlich sei, solange die Ehe rechtlich auf Mann und Frau beschränkt bleibt.














