Ehemalige Dragqueen wird Reform-UK-Ratsmitglied und kritisiert Pride-Finanzierung

Eine ehemalige Dragqueen, die früher eine prominente Rolle bei Manchester Pride spielte, ist zum Kommunalpolitiker für Reform UK gewählt worden und fordert, dass Kommunen die Finanzierung von Pride-Veranstaltungen einstellen.

Michael Felse, der unter dem Drag-Namen Ethol Mary auftrat und im Jahr 2011 die Pride-Parade in Manchester anführte, gewann am 22. April eine Nachwahl in Salford, nachdem er sich der Partei von Nigel Farage angeschlossen hatte. Seitdem hat er sich von seiner Drag-Persona distanziert und tritt nun mit einem deutlich maskulineren Image auf, das er selbst als „Captain England“ bezeichnet.

Trotz seiner Vergangenheit in der Drag-Szene und seiner früheren Rolle innerhalb von Pride äußert sich Felse heute kritisch über das, was er als „woke“ Politik bezeichnet. Seiner Ansicht nach sollten Kommunen keine Pride-Events mehr finanzieren, da diese seiner Meinung nach nur einen begrenzten Beitrag zur sozialen Integration leisten. Stattdessen sollten sich die Behörden auf ihre grundlegenden Aufgaben konzentrieren.

Auch auf die Reaktionen nach seinem politischen Wechsel ging Felse ein. Er erklärte, dass er nach der Bekanntgabe seiner Zugehörigkeit zu Reform UK im Internet stark angegriffen worden sei, insbesondere von Personen, die seine Ansichten nicht teilen.

In einem Interview aus dem Jahr 2011 hatte Felse seine Rolle als Pride Queen noch als große Ehre beschrieben und die Bedeutung von Vielfalt und individueller Ausdrucksfreiheit hervorgehoben.

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