Der ikonische Country-Star Dolly Parton ist am vergangenen Dienstag im Alter von 80 Jahren verstorben. Partons Medienteam gab bekannt, dass sie kurz vor ihrem Tod an Krebs erkrankt war. „Nachdem Dolly tapfer einen kurzen Kampf gegen den Krebs geführt hatte, ist sie im Kreise ihrer Liebsten friedlich verstorben.“ Im Laufe der Jahre entwickelte sie eine besondere Verbindung zur LGBTQIA+-Community. Von ihrer Unterstützung für Dragqueens und trans Menschen bis hin zu ihrer Musik, die zu queeren Hymnen wurde, dies sind einige der Momente, in denen sich Parton für die Community einsetzte.
Parton sprach sich gegen die Spaltung aus, die in den Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit der Nutzung öffentlicher Toiletten durch trans Menschen entstanden war. Für sie war die Debatte weitgehend unnötig. „Ich hoffe, dass jeder die Chance bekommt, der Mensch zu sein, der er ist. Ich weiß nur: Wenn ich pinkeln muss, dann werde ich pinkeln – egal, wo.“ Mit dieser Aussage machte Parton deutlich, dass sie trans Menschen nicht von öffentlichen Einrichtungen ausschließen wollte.
Dolly sprach sich auch für Drag und Dragqueens aus. Einmal sagte sie: „Wenn ich kein Mädchen gewesen wäre, wäre ich eine Dragqueen geworden.“ Das zeigte sich auch, als sie der Dragqueen Bridgit Bandit eine mit Strasssteinen besetzte Gitarre schenkte. Die Geste war ein konkretes Beispiel für Partons Unterstützung der Drag-Community – insbesondere zu einer Zeit, in der Dragqueens in mehreren US-Bundesstaaten zunehmend unter politischen Druck gerieten.
Dolly schrieb außerdem mehrere queere Hymnen, darunter ihren Song Travelin’ Thru für den Film Transamerica. In dem Film spielte Felicity Huffman eine trans Frau, die sich auf eine Reise begibt, um mit ihrem lange vermissten Sohn wiedervereint zu werden. Dollys Song entwickelte sich zu einer queeren Hymne, die den Mut und die Widerstandskraft der LGBTQIA+-Community feiert.
2014 sprach Dolly Parton über ihren Wunsch, ein Dance-Album zu veröffentlichen, wobei sie insbesondere ihre LGBTQIA+-Fans im Blick hatte. I’m Just a Wee Bit Gay war einer der geplanten Songs. Leider wurde das Album nie veröffentlicht, da die Sängerin erklärte, dass immer wieder etwas dazwischenkam.
Darüber hinaus wissen echte Dolly-Fans, dass ein geheimer Song in einer Truhe in ihrem Freizeitpark Dollywood eingeschlossen ist. Die Truhe soll erst 2046 geöffnet werden, zu Ehren ihres 100. Geburtstags, den sie dann gefeiert hätte.
Dolly Parton hinterlässt damit ein Vermächtnis, das weit über ihre Musik hinausgeht. Für viele Menschen innerhalb der LGBTQIA+-Community war sie nicht nur eine weltberühmte Sängerin, sondern auch eine Künstlerin, die immer wieder betonte, dass Menschen die Freiheit haben sollten, sie selbst zu sein.














