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Warum wir den Christopher Street Day feiern

Warum wir den Christopher Street Day feiern

28/04/2017 15:57

Im Juni 1969 ereignete sich in einer New Yorker Bar ein eigentlich „unbedeutender“ Zwischenfall, der jedoch für damalige Verhätnisse so unerwartet kam und so dramatisch verlief, dass er seither als Geburtsstunde der modernen Lesben- und Schwulenbewegung gilt – zum ersten Mal in der Geschichte setzten sich Lesben, Schwule und Transgender-Personen spontan und massiv gegen Polizeiwillkür zur Wehr.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 führte die New Yorker Polizei eine ihrer üblichen Razzien durch. Sie behauptete, im Stonewall Inn, einem von Schwulen, Lesben und Transgender-Personen frequentierten Lokal im Greenwich Village, würde ohne Lizenz Alkohol ausgeschenkt. Die Angestellten wurden festgenommen, die Gäste aus dem Lokal getrieben und der Klub geschlossen. Doch anders als bei früheren ähnlichen Polizeiaktionen zerstreuten sich die Gäste diesmal nicht, sondern blieben vor dem Lokal auf der Straße stehen, um zu sehen, was weiter passieren würde. Als einige Leute in einem Arrestantenwagen weggebracht wurden, eskalierte die Lage. Die neun vor Ort gebliebenen PolizistInnen wurden von der Menge mit Münzen und Flaschen beworfen, woraufhin sie sich im Lokal verbarrikadierten. Die Menge versuchte die Bar zu stürmen, wurde aber durch die herbeigerufene Polizeiverstärkung daran gehindert. Bevor die PolizistInnen aus dem Stonewall Inn abzogen, zerschlugen und verwüsteten sie die Einrichtung und setzten das Lokal unter Wasser. Als der letzte Polizist abgezogen war, wurde noch in der Nacht ein Schild angebracht, das die Wiedereröffnung der Bar für denselben Abend ankündigte. Was auch geschah.
 
Die gewalttätige Auseinandersetzung hatte sich wie ein Lauffeuer im Village herumgesprochen. Viele Schaulustige kamen schon tagsüber ins Viertel. Abends versammelten sich immer mehr Leute vor dem Stonewall Inn. Demonstrativ und provokant machten sich Schwule, Lesben und Transgender-Personen sichtbar, hielten Händchen, küssten sich, riefen Parolen und stellten selbstbewusst eine Befreitheit zur Schau, wie man sie vorher wohl nur selten, wenn überhaupt je gesehen hatte. Die Polizei wollte die Menge zerstreuen, doch die Leute liefen nur um die Blocks und kamen immer wieder zurück. Lesben, Schwule, Transgender-Personen hatten sich das Viertel erobert. Erst gegen halb vier Uhr am Sonntagmorgen konnte die Polizei die Menge endgültig zerstreuen.
 
Der Name der Bar – Stonewall – wurde ebenso zum Synonym für den Kampf von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen gegen ihre Unterdrückung und für ihre Befreiung wie die Adresse der Bar: die Christopher Street. Die meisten Veranstaltungen, die die Lesben- und Schwulenbewegung seit den 1970er Jahren in Erinnerung an die Ereignisse des Jahres 1969 organisiert – meist um den Jahrestag im Juni, zum „Christopher Street Day“ –, werden daher auch kurz und prägnant als CSD bezeichnet. In Wien indes heißt die Gay-Pride-Parade – seit ihrer ersten Durchführung 1996 – Regenbogenparade.