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Der Mann, der EU-weite Anerkennung gleichgeschlechtlicher Eheleute einklagte, ist „sehr optimistisch“

Der Mann, der EU-weite Anerkennung gleichgeschlechtlicher Eheleute einklagte, ist „sehr optimistisch“

12/01/2018 12:29

Triumph für Homopaare in Europa in Sicht! Adrian Coman und sein Mann Robert hatten die Anerkennung ihrer Ehe in Rumänien eingeklagt. Jetzt stellt ein EU-Generalanwalt die Weichen für ihren Sieg. Coman sieht dem Urteil optimistisch entgegen

EU-Generalanwalt Melchior Wathelet hat dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg empfohlen, die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehepartner EU-weit anzuordnen. Diese Empfehlung folgt auf eine Klage, die Adrian Coman und sein Mann Robert 2013 angestrengt hatten. Wenn der Europäische Gerichtshof Wathelets Beurteilung folgt, würde das einen Triumph für verheiratete Homopaare in ganz Europa bedeuten. 

Melchior Wathelets Empfehlung gibt tatsächlich Grund zur Hoffnung, denn den Beurteilungen von Generalanwälten wird am Europäischen Gerichtshof in der Regel Folge geleistet. Der belgische Rechtswissenschaftler formuliert brachte seine Empfehlung an die Richter vor der Presse folgendermaßen auf den Punkt: „EU-Mitgliedsstaaten steht es zwar frei, Ehen zwischen Personen des gleichen Geschlechts zu autorisieren oder nicht, sie dürfen aber nicht die Aufenthaltsfreiheit von EU-Bürgern behindern, indem sie deren gleichgeschlechtlichen Ehepartnern, die nicht aus EU-Ländern stammen, das dauerhafte Bleiberecht verwehren.“

Das bedeutet im Klartext, dass EU-Länder, die keine Ehe für alle haben (und das sind von 28 immerhin noch 15), trotzdem gleichgeschlechtliche Ehen anerkennen müssen, die in anderen Ländern geschlossen wurden. Was wiederum bedeuten würde, dass Ehepartnern aus Nicht-EU-Ländern ein Bleiberecht in den Heimatländern ihrer europäischen Partner zusteht. Genau darum ging es dem aus Rumänien stammenden Adrian Coman bei der Klage in Luxemburg. Coman stammt aus Rumänien. Er heiratete seinen amerikanischen Mann Claibourn Robert Hamilton 2010 in Belgien. 2013 beantragte er in seiner Heimat das Bleiberecht für Claibourn und bekam eine Absage. Die Absage war der Beginn eines Gerichtsmarathons, der  mit Wathelets Empfehlung in die Endrunde geht. Coman äußerte bei Facebook  „großen Optimismus“ in Bezug auf einen Sieg.